Tierseuche

Afrikanische Schweinepest

Wildschweine auf einer Wiese

Netzwerk Fokus Tierwohl

29.06.2022 von 19:30 bis 21.00h
Online-Seminar: Afrikanische Schweinepest in Baden-Württemberg-
Die Nadel im Heuhaufen: Fallwildsuche beim Wildschwein im ASP-Fall?

Programm
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Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige, hochansteckende Viruserkrankung, die nur Haus- und Wildschweine befällt. Für die Gesundheit des Menschen und andere Haustiere stellt sie keine Gefahr dar – gefürchtet sind vor allem die wirtschaftlichen Folgen. Ebenso wie die klassische Schweinepest ist die ASP unheilbar und verläuft für erkrankte Tiere immer tödlich. Eine Impfung gegen ASP ist derzeit nicht möglich.

Am 10.September 2020 wurde in Brandenburg an einem toten Wildschwein der erste Fall von afrikanischer Schweinepest in Deutschland nachgewiesen. Aktuell liegt die Zahl bei über 2.900 bestätigten Fällen (Stand 03.12.2021) in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Zudem ist erstmals auch ein größerer Nutztierbestand betroffen. Da es bestätigte Fälle auch mehrere hundert Kilometer vom Hauptinfektionsgeschehen entfernt gegeben hat, ist davon auszugehen, dass die Virussprünge vom Menschen verursacht wurden. Diese Entwicklung zeigt die unberechenbare Dynamik der Seuche. Umso dringlicher ist nun die konsequente Einhaltung von Hygienemaßnahmen, um die weitere Ausbreitung und den Eintrag der Seuche in Nutz- und Wildtierbestände zu verhindern. 

Wichtige Informationen zur ASP zusammengefasst finden Sie in dieser Broschüre des MLR "Afrikanische Schweinepest - was Landwirte wissen müssen"


Biosicherheitsberatung in der Schweinehaltung 

Zum 01.08.2021 startete das Projekt „Biosicherheitsberatung in der Schweinehaltung ­-­­ ASP-Prävention“. Das Projekt wird vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg finanziert und in Kooperation mit der Tierseuchenkasse Baden-Württemberg durchgeführt. 

Ziel des Projektes ist es die Einschleppung von bedeutenden Krankheitserregern, insbesondere der Afrikanischen Schweinepest (ASP), in die Hausschweinebestände zu verhindern und damit die Existenz schweinehaltender Betriebe zu sichern. 

Zwei Teams mit Sitz in Aulendorf und Fellbach bilden den Kern des Projektes. Jedes Team besteht aus einer Agrarwissenschaftlerin und einem Tierarzt/ einer Tierärztin. 

Im Rahmen des Projektes können Schweinehalter/innen eine individuelle auf den Tierbestand zugeschnittene Einzelberatung anfordern. Die für Schweinehalter/innen kostenlose Beratung umfasst ein bis zwei Betriebsbesichtigungen mit Vor-Ort-Besprechung, bei welcher der Biosicherheitsstatus des Betriebes ermittelt wird. Für die Betriebsleiter/innen wird im Nachgang ein individueller Bericht erstellt, der Empfehlungen zur Verbesserung der Biosicherheit enthält. Die Beraterteams können auch bei geplanten Stallbauvorhaben (Neubauten und Umbauten) angefordert werden. 

Außerdem werden Informationsveranstaltungen über das Projekt, zur Biosicherheit in schweinehaltenden Betrieben und ASP angeboten. Hierfür können die Teams durch Verbände, Interessensgemeinschaften sowie die Ämter der Veterinär- und Landwirtschaftsverwaltung angefordert werden. 


Unter nachfolgenden Kontaktdaten können Sie die Teams erreichen: 

Team Nord
(Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe – nördlicher Bereich):

-   Eva Sailer (e.sailer@tsk-bw-tgd.de; Mobil: 01520 9485797)

-   Sophia Rannenberg (s.rannenberg@tsk-bw-tgd.de; Mobil: 0174 9302059)

Team Süd
(Regierungsbezirke Tübingen, Freiburg und Karlsruhe – südlicher Bereich):

-   Dr. Klaus Bissinger (k.bissinger@tsk-bw-tgd.de; Mobil: 0174 9302496)

-   Melina Motsch (m.motsch@tsk-bw-tgd.de; Mobil: 0174 9302959)

Flyer


 

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